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Bahnhof Mühlhausen

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      Auf dem Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda
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  Dienstag, 15. Juli 2014
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Tagebuch

  Montag,14. Juli 2014
Mittwoch, 16. Juli 2014
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  Sonntag,13. Juli 2014
Heute Morgen war ausschlafen angesagt. Nach dem gemeinsamen Frühstück sind wir noch zusammen durch die Stadt  gezogen. 15Grad und bedeckt, die richtige Temperatur zum Laufen.  Am Stadtrand haben wir uns dann verabschiedet, die Uhr zeigte neun Uhr. Da es nur ca. 14km bis Heisebeck sind, konnte  ich mir den Luxus leisten. Und gleich gab es auch viel zu fotografieren, nämlich es ging durch einen Wald auf einem Baum-Typen-Pfad, wohl  ausgerichtet auf Familien. Auf Tafeln konnte man über die verschiedenen Bäume und Besonderheiten lesen. Nun, ich hatte  keine Eile!  Um 10.15 Uhr kehre ich in die Kirche in Vernwahlshausen ein, da ist gerade Messe, Goldene Konfirmation. Der Pastor war  cool, predigt mit Fußball in der Hand. Die WM macht eben auch vor der Kirche nicht Halt!  Nach einigen Gesprächen im Anschluss bin ich im 11.45 Uhr weiter gezogen. Kurz bevor ich eine Stunde später den  nächsten Ort erreiche, fängt es an zu regnen. Mit flinken Füßen erreiche ich einen Hauseingang und warte, bis es weniger  wird. Dann stelle ich mich nochmal in der Kirche des Ortes unter.  Um 14Uhr breche ich ohne Regen zu den letzten 2,5km auf und schaffe dieses Stück, teilweise sogar mit Sonne. Als ich  dann im Zimmer sitze, zieht ein Gewitter vorüber, echt Glück gehabt!  Im Zimmer habe ich nur einen Mini-TV, leider. Aber der Wirt sagte schon, dass sie in der Gaststube zusammen gucken.  Werde ich sicherlich auch tun, wenn sie einen großen Fernseher haben!  Und morgen gehts nach Dransfeld. 
Als heute morgen mein Handy klingelte, hat es  1. sehr lange gedauert, bis ich wusste, was da piept, und  2. hätte ich das piepende Ding am liebsten zum Fenster rausgeworfen.  Der Fußballabend war ja mehr als aufregend, aber zum Glück hat es ja zur Freude vieler Millionen Menschen mit dem Titel geklappt. Übrigens hatte ich 1:0 für uns getippt! Die Stimmung in der Kneipe war super und es gab ein paar Schnäpse umsonst! Verständlich, dass ich um 5.30 Uhr noch keine Lust hatte, aufzustehen, hätte ich aber eine Stunde später auch noch  nicht gehabt, wenn ich ehrlich bin...  Da aber mehr als 20km auf mich warten, bin ich raus aus dem Bett. Es war dann aber schon nach 6.00 Uhr, bis ich in  die Gänge kam. Der Himmel war bedeckt und unterwegs musste ich schon mal den Anorak überziehen. War aber nur  Nieselregen. Es ließ sich gut laufen, hat sich nur elend lang gezogen, erst bergauf und dann wieder bergab. Kurz vor  dem Kloster Bursfelde führte dann ein Trampelpfad über Wiesen. So sahen dann auch Schuhe und Hose aus.  Dort vor dem Kloster habe ich von 8.30 - 9.45 Uhr eine lange Pause eingelegt, denn der nächste Abschnitt würden  wieder 8km sein, und wahrscheinlich kaum Bänke. Damit haben sie überall gespart!  7km führten in einem Tal am Flüsschen Nieme entlang. Mann war das ein Matsch, sicherlich von den Schauern gestern.  Meine Schuhe sahen aus!!!  Im nächsten Ort Löwenhagen suchte ich vor der nächsten Regenschauer Zuflucht unter einem Hauseingang und  machte eine halbe Stunde Pause. Im Sonnenschein startete ich zum nächsten Ort in 2km. Allerdings in der Hälfte setzte  wieder Nieselregen ein, also Jacke an. Dann etwas heftigerer Regen, aber nur kurz und im Ort Imbsen schien wieder die  Sonne. Die Kirche war verschlossen, aber den Stempel konnte man sich bei einer Familie gegenüber abholen. Hab ich  auch, aber da wir uns noch ein wenig unterhielten, fing schon die nächste Schauer an. Ich durfte unter dem großen  Vordach Platz nehmen, um die Schauer durchzulassen. Ich ließ mir in meine Flasche Leitungswasser nachfüllen.  Seltsam viel Durst heute!!!  Kurz drauf rief die Frau aus dem Fenster, wie meinen Kaffee haben möchte. Und so saß ich Kaffee genießend und  beobachtete den Wolkenbruch. Was für ein Glück. Dann klingelte ich die Frau nochmal raus, um nach dem Zustand des Weiterweges zu fragen, geteert, befestigt oder  Rasenweg? Der erste Abschnitt unbefestigt, also ging ich nicht die 4km durch die Feldflur, sondern entlang der  Landstraße 3km nach Dransfeld. 34 x bin ich wegen entgegenkommenden Autos auf dieser schmalen Straße in den  Gräben gestiegen, aber trotzdem noch besser, als nach dem Regenguss über Wiesenwege zu stapfen. Es war ganz  schön drückend in der Sonne.  Kurz vor der Kirche um halb drei fing es wieder an zu regnen, aber wenig, und so habe ich die Jacke im Rucksack  gelassen. Da ich mich telefonisch im Pfarramt angemeldet hatte, lag wie vereinbart der Schlüssel für mich im hinter dem Pfarrhaus  stehenden Jugendheim mit einem Zettel auf dem Tisch. Sehr hübsch und einladend eingerichtet!  Ohne überhaupt erst mal die Schuhe auszuziehen, bin ich gleich in die nur wenige Meter entfernt Geschäftsstraße  gegangen, habe ein paar Häuser entfernt einen Bäcker gefunden und es mir gut gehen lassen. Zum Abschluss des  Tages dann noch die Kirchenbesichtigung, wofür ich mir den Schlüssel in einem Gasthaus holen musste.  So: und heute Abend liege ich mit Sicherheit noch vor neun Uhr im Bett!!! 
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Da ich schon vor zehn Uhr im Bett lag, fiel mir das Aufstehen nicht schwer. Wie immer um sechs Uhr Abmarsch, aber  nicht auf den Weg, sondern ins Café von gestern. Sie macht um sechs auf und erwartet mich schon. Ich trinke Kaffee und  packe mir ein Brötchen mit Rührei und Salami ein für unterwegs. Und so starte ich heute um 6.15 Uhr. Es geht aus der  Stadt raus gleich bergauf, in den Wald. Die Wege sind hier schon fast abgetrocknet. Mit den Zeichen ist es wie immer, da  wo man sie braucht, sind keine, und wo man sie nicht braucht, hängen drei nebeneinander. Auf dem "Hohen Hagen"  steht der Gaußturm, den ich bereits um 7.15Uhr erreiche. Von hier ist es nicht mehr weit zu einer Pilgerkapelle, sieht aus  wie die achteckigen Gartenhäuschen, rot gestrichen, die zwei Bänke davor auch.  Von dort ziehe ich um 8.00 Uhr weiter nach Jühnde. Die Sonne scheint, aber die Luft ist noch sehr angenehm. Dort  mache ich dann auf einer Bank vor dem Schloß eine halbe Stunde Pause und starte um 9.15 Uhr. Bis zum ehemaligen  Zisterzienserkloster Mariengarten sind es 7km, die sich ganz schön ziehen. Mitunter ist es im Wald wieder sehr matschig  und Durchs Gras muss ich auch, gute Kombination für Hose und Schuhe. Es wird immer wärmer.  Mariengarten erreiche ich um 11.30 Uhr. Die Kirche ist verschlossen, aber ich frage einen Mann, wer aufschließen kann.  Den Schlüssel hätte ich unten am Torhaus holen müssen, aber er lacht und sagt, dass er mir aufschließen würde. Er sagt  mir auch, dass weiter oben eine Bank ist, wo ich rasten kann. Hat er mir das angesehen?  Und so mache ich dann von um 11.45 - 12.45Uhr Pause im Schatten eines Baumes, es gibt Brötchen!  Bis klein Schneen sind es drei Kilometer, die ich zwar gut laufe, aber die Sonne brennt erbarmungslos, nur gut, dass der  Wind geht. Nun geht es zur Abwechslung unter der A38 durch, immer geradeaus nach Klein Schneen. Was für eine  Hitze, kaum ein Baum da, der Schatten spendet. Im Ort muss ich wieder Pause machen und lasse mich in einer  Wartehalle nieder. Hier ist es angenehm.  Um 13.30 Uhr auf zum Endspurt. Ich setze die Kopfbedeckung auf, damit meinem Gehirn nichts passiert. Und das ist gut  so, denn der Weg führt nicht mehr durch Felder, wo vielleicht ja doch mal ein Baum oder Busch steht, sondern geht  schnurgerade neben der Landstraße her, ohne Baum - 3 km!  Im Buch stehen 4 km und auf den Verkehrsschildern 2 und 3 km. Ist ja auch egal, denn gelaufen werden muss es ja. Zum  Glück kommt ein kräftiger Wind von vorn, der doch etwas Kühlung bringt.  Jedenfalls erreiche ich nach nur einer halben Stunde Friedland und bin glücklich. Ziemlich am Anfang des Ortes ein  moderner Kirchturm, die Kirche ist katholisch, aha denn ich mir, wir kommen in Richtung Eichsfeld!  Und sie ist auf, St. Norbert, sehr modern ausgestattet.  Draußen überall Ausländer, egal wohin ich schaue. Ich will schnellstens weiter zu meiner Unterkunft, im Caritashaus.  Und als ich aus der Kirche wieder meinen Weg auf der Straße fortsetzen will, kann ich kaum glauben, dass da ein Schild  am Garten hängt: Caritashaus 31/32 Eingang um die Ecke. Ich finde den Eingang, man ruft mir Frau Schmidt, die mich in  den 2.Stock in mein Zimmer bringt. Und tatsächlich sind gegenüber und rundherum alles Asylbewerberheime. Die gute  Frau erklärt mir alles. Diese Zimmer hier oben haben sie für Notfälle, wenn mal jemand kurzfristig für 1-2 Tage  untergebracht werden muss und ansonsten auch für Pilger. Gut, ich habe Schlüssel und abends ist hier niemand mehr im  Haus, in dieser Beratungs- und Anlaufstelle für jeden und für alles.  Um 16.00 Uhr ziehe ich los, um die andere Kirche zu suchen, die um sechs gewiss noch nicht aufhaben wird und den  Weg von Morgen suchen. Natürlich auch schauen wegen Essen oder was einkaufen.  Kirche gefunden - zu, aber Stempel in einem Kästchen aussen angebracht. Ich esse Pommes in einem Strassenimbiss  und kaufe gegenüber im EDEKA Wurst, Tomaten und ein Brötchen.  Morgen komme ich über die Grenze nach Heilbad Heiligenstadt, 21km, in etwa wie heute.  Gruß.......Beate
Wer früh ins Bett geht, kann auch früh aufstehen!  Abmarsch war heut schon um 5.45 Uhr, hatte eben ausgeschlafen. Eine viertel Stunde brauche ich aus dem Ort raus und  dann immer bergauf, durch Wald- und Feldflur ins 4km entfernte Reiffenhausen. Erstaunlicherweise ist die Kirche um sieben  schon auf, und ich mache die erste Pause. Und weiter gehts bergauf, über den Autobahntunnel und dann erreiche ich um  8.00Uhr die ehemalige Grenze. Allerdings hat mich kurz vorher ein Reh aufgehalten, das im Feld stand. Nur der Kopf guckte  raus und wir haben uns gegenseitig beobachtet. Echt spannend! Sowas erlebt man nur, wenn man allein unterwegs ist.  An der Grenze nach einer halben Stunde Pause, ich will grad wieder um 8.30Uhr aufbrechen, da kommen zwei Frauen. Sie  kommen aus Rothenburg/Tauber und wollen nach Hildesheim. Sie sind gestern in Bad Sooden gestartet und haben hier unter  Bäumen übernachtet. Na ich bin ja schon verrückt, aber so verrückt nun auch nicht! Im Freien, ohne Zelt? Nö! Heute gehen  sie bis Göttingen... Weiter gehts nach Rustenfelde, nach Steinheuterode und Rengelrode. In den letzten beiden Orten sind die Kirchen offen, und  somit komme ich nicht so schnell voran, aber warum auch. Es ist bewölkt und nicht so warm, was will ich mehr? Schauern  scheinen auch nicht zu kommen. Nach einer längeren Pause breche ich um 12.30Uhr von Rengelrode zu den letzten 4km für heute auf. Doch leider ist der  richtige Weg gesperrt und ich werde in Richtung Uder geschickt, um auf den Leine-Heide-Radweg zu treffen. Ich schätze  durchaus, dass es einen Kilometer Umweg ist. Nicht angenehm, denn jetzt kommt die Sonne aus den Wolken und die sticht  ganz schön. Mit noch einer Pause auf dem Radweg bin ich dann nach 21 oder 22 km um 14.00 Uhr in Heiligenstadt in der Bergkirchen,  die erste der drei in der Innenstadt. Nach der zweiten (Ägidienkirche) hole ich mir in der Touristinformation meinen Stempel  und kehre in ein Straßencafe ein und gönne mir zum ersten Mal ein Eis :-)  Die letzte Kirche St. Marien besuche ich auf dem Weg zum Marcel-Callo-Haus. Um 16.00Uhr habe ich mein Zimmer und  Steige glücklich unter die Dusche. Schließlich will ich nochmal ausgehen!  Um 17.00 Uhr starte ich wieder in die Fußgängerzone, trinke Radler und genieße den wunderschönen Sommerabend!  So schön kann Urlaub sein!   Schöne Grüße......Beate